MIRA – Vermietsoftware für die Branche, mit PartnerLIFT

Referenz · Industrie & SaaS

Über das Projekt

MIRA ist die Vermietsoftware aus dem Umfeld der PartnerLIFT GmbH – eine Branchen-SaaS, mit der Vermieter von Arbeitsbühnen, Baumaschinen, Kranen und Teleskopstaplern ihren Alltag steuern: Disposition, digitale Übergaben, E-Rechnung, Tourenplanung, Maschinen- und Kundenverwaltung. Über 50 Vermieter aus Deutschland und Österreich arbeiten produktiv mit MIRA, und 2025 stand das Produkt auf der Shortlist für den IAPA Award in der Kategorie Digital Development.

appfarms verantwortet die technische Umsetzung – Architektur, Frontend, beide Backends, Deployment und Observability – gemeinsam mit dem PartnerLIFT-Team und erfahrenen Disponenten aus der Branche.

MIRA Dispoplan: Gantt-artiger Kalender mit Maschinen-Zeilen, farbigen Buchungs-Balken und Auftragsdetail-Tooltip
Der MIRA-Dispoplan: jede Maschine eine Zeile, jeder Auftrag ein Balken – Verfügbarkeit, Konflikte und Tourenplanung auf einen Blick.

Was wir umgesetzt haben

  • Angular-SPA mit FullCalendar – die Disposition lebt im Kalender. Jede Maschine, jede Anfrage, jeder Auftrag muss auf einen Blick sichtbar und mit wenigen Klicks veränderbar sein.
  • Hauptbackend (Spring Boot / Kotlin / MySQL) – die fachlich tragende Säule: Stammdaten, Aufträge, Belege. Belege werden mit PDFBox generiert, E-Rechnungen über Mustang ausgegeben, ein eigens entwickelter DATEV-Exporter bringt die Buchhaltung direkt in die Werkzeuge der Steuerberater.
  • Zweites Backend (Bun / Hono / Prisma / Zod) – schlank und schnell iterierbar für neue, isolierbare Module und Schnittstellen. Wir setzen das Werkzeug ein, das zur Aufgabe passt – nicht umgekehrt.
  • Partial Caching – die häufig gelesenen Daten (etwa Verfügbarkeiten im Dispositionskalender) werden gezielt zwischengespeichert, ohne dass abrechnungs- oder dokumentationsrelevante Pfade von veralteten Werten abhängen.
  • Dockerisiertes, skalierbares Deployment mit GitLab CI/CD – reproduzierbar, automatisiert, horizontal skalierbar.
  • Observability mit Prometheus & Grafana – Metriken, Dashboards, Alerts. So können wir den Zustand der Plattform verfolgen und auf Auffälligkeiten reagieren.

Warum diese Mischung sinnvoll ist

Eine Vermietsoftware, die Disponenten täglich produktiv nutzen, hat zwei harte Anforderungen: Geschwindigkeit am Bildschirm und Genauigkeit in den Zahlen. Schon eine veraltete Verfügbarkeit oder ein verschluckter Beleg kosten reale Zeit und reales Geld.

Wir lösen das mit einer Architektur, die bewusst mehrere Werkzeuge kombiniert – und zwar dort, wo sie ihre Stärke ausspielen:

  1. Angular für ein wartbares, datenintensives Frontend mit Kalender und vielen Formularen.
  2. Spring Boot/Kotlin für das gewachsene fachliche Backend mit Belegerzeugung, E-Rechnung und DATEV-Export.
  3. Bun/Hono/Prisma/Zod für neue Module, die schnell entstehen und sauber typsicher bleiben.
  4. Partial Caching statt Vollabhängigkeit von einer schweren Schicht.
  5. Docker + GitLab CI/CD für gleiche Umgebungen vom Entwickler-Laptop bis Produktion.
  6. Prometheus + Grafana als ehrliche, kontinuierliche Sicht auf das System.

Das ist kein Buzzword-Stack. Das ist eine bewusst gewählte Werkzeugzusammenstellung für eine Software, die im Tagesgeschäft zuverlässig schnell sein muss.

MIRA Dokumente-Ansicht: Liste mit Übergabebelegen, Rücknahmebelegen, Teilrechnungen, Stornos, Download-Button für XRechnung sowie DATEV-Rechnungsexport
Belege, XRechnung und DATEV-Export an einer Stelle – vom Übergabebeleg bis zum Buchungsstapel für die Steuerkanzlei.

MIRA Übergabe – die mobile Komponente

App-Icon der MIRA Übergabe-App

Für die Fahrer:innen draußen am Einsatzort gibt es die MIRA Übergabe-App im Google Play Store – eine native Android-App, die das Web-Dispoprogramm um eine mobile Komponente ergänzt. Fahrer:innen dokumentieren Übergaben und Rücknahmen papierlos, erfassen Schäden per Foto und erzeugen Belege direkt am Smartphone. Die Tour wird mit Google Maps navigiert; bei fehlender Internetverbindung speichert die App offline und lädt die Daten hoch, sobald wieder eine Verbindung besteht.

  • MIRA Übergabe-App: Tagesansicht mit geplanten Fahraufträgen pro Tour und Button „In Google Maps öffnen“
    Tagesansicht: Touren, Aufträge, direkter Sprung in Google Maps.
  • MIRA Übergabe-App: Übergabe dokumentieren mit Mietzeitraum, Füllstand, Kilometerstand, Schadensdokumentation und Bemerkung
    Übergabe dokumentieren: Füllstand, Kilometer, Schäden – alles direkt am Gerät.

Was bedeutet das für Ihr Projekt?

Wenn Sie eine Branchensoftware mit Faktura, Belegen, E-Rechnung und Buchhaltungs-Anbindung planen – oder eine bestehende Lösung modernisieren wollen, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen – sprechen Sie uns an. MIRA zeigt, wie wir Frontend, JVM-Backend, Bun-Backend, Deployment und Observability so zusammenführen, dass Anwender:innen schneller werden statt langsamer.

Quellen

Die Angabe zu über 50 Vermietern stammt von der MIRA-Produktwebsite (abgerufen im September 2026). Dort nennt der Anbieter auch die IAPA-Nominierung 2025.

Herausforderung

Vermietung von Arbeitsbühnen und Baumaschinen ist Tagesgeschäft im Minutentakt – eine Maschine kommt zurück, eine andere muss raus, der Kunde wartet auf das Angebot, der Disponent auf die freie Maschine. Eine Branchensoftware muss in diesem Tempo mithalten und gleichzeitig sauber abrechnen, Schäden dokumentieren, Touren planen und an Buchhaltung und Telematik angebunden sein. MIRA sollte für Vermieter mit 30 bis ~1.000 Maschinen funktionieren, schnell einsetzbar sein und sich dabei kontinuierlich weiterentwickeln, ohne den Betrieb der bestehenden Kunden zu stören.

Lösung

appfarms hat die Plattform gemeinsam mit erfahrenen Disponenten der Branche und dem PartnerLIFT-Team konzipiert und umgesetzt. Das Frontend ist eine Angular-SPA mit FullCalendar als Dispositionskalender. Das Hauptbackend läuft auf Spring Boot / Kotlin mit MySQL, eingebunden über PDFBox für Belege, Mustang für E-Rechnungen und einen eigens entwickelten DATEV-Exporter. Daneben existiert ein zweites Backend auf Bun, Hono, Prisma und Zod – schlanker, schneller iterierbar, ideal für neue Schnittstellen und Module. Gezieltes Partial Caching liefert die nötige Geschwindigkeit, ohne Genauigkeit zu opfern. Das Deployment ist vollständig dockerisiert und horizontal skalierbar, CI/CD läuft über GitLab, Prometheus und Grafana liefern Observability und Alerting im laufenden Betrieb.

Ergebnis

Nach Angaben des Anbieters setzen über 50 Vermieter aus Deutschland und Österreich MIRA ein (Stand: September 2026). 2025 wurde MIRA für den IAPA Award (International Award for Powered Access) in der Kategorie Digital Development nominiert. Für uns als appfarms ist MIRA gleich aus zwei Gründen eine Vorzeigereferenz: Sie zeigt unsere Bandbreite – Angular-SPA, JVM-Backend, Bun-Backend, dockerisiertes Deployment, Observability – und sie belegt unsere Stärke in langjährigen Produktpartnerschaften.

„Sehr erfolgreich, weil die Jungs immer an den Stellschrauben drehen, die unsere Kunden grade am dringendsten brauchen. Agile Entwicklung mit ganz viel technischem Sachverstand, Engagement und einem tollen Gespür für einfache Lösungen.“

Johannes Mangold Software Lead MIRA · PartnerLIFT GmbH

Häufige Fragen

Was ist MIRA genau?

Eine Webapp-basierte Vermietsoftware für Vermieter von Arbeitsbühnen, Baumaschinen, Kranen und Teleskopstaplern. MIRA bündelt Disposition, digitale Maschinenübergaben, E-Rechnungen, Tourenplanung und Maschinenverwaltung in einer Anwendung.

Welche Rolle hat appfarms im Projekt?

appfarms verantwortet die technische Umsetzung – von der Architektur über Frontend und Backend bis zum dockerisierten Deployment und der Observability. Fachlich entsteht das Produkt eng abgestimmt mit dem PartnerLIFT-Team und erfahrenen Disponenten der Branche.

Warum zwei Backends?

Pragmatismus statt Dogma. Das Spring-Boot/Kotlin-Backend trägt das fachlich gewachsene Kerngeschäft mit MySQL, PDFBox, Mustang E-Rechnung und DATEV-Export. Für neuere, isoliert schneidbare Module nutzen wir ein zweites Backend auf Bun, Hono, Prisma und Zod – schlanker, schneller iterierbar und einfach zu betreiben. Beide Welten sind dockerisiert und skalieren horizontal.

Wie sorgen Sie für Geschwindigkeit und aktuelle Daten?

Mit gezieltem Partial Caching auf den richtigen Ebenen. Die häufigen Lese-Operationen – etwa Verfügbarkeiten im Dispositionskalender – werden zwischengespeichert, ohne dass kritische Pfade wie Abrechnung oder Schadensdoku von veralteten Werten abhängen. So bleibt die Software fühlbar schnell und gleichzeitig präzise.

Wie wird der Betrieb überwacht?

Über Prometheus für Metriken und Grafana für Dashboards und Alerts. Dazu kommt ein dockerisiertes, skalierbares Deployment mit CI/CD über GitLab. Das gibt uns und PartnerLIFT eine ehrliche, kontinuierliche Sicht auf den Zustand der Plattform – und Auffälligkeiten landen früh dort, wo sie behoben werden können.