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virtuelle Realität
Das Bild zeigt einen Mann, der mithilfe einer speziellen Brille in die virtuelle Welt eines Spiels eintaucht. (Von Maurizio Pesce https://www.flickr.com/photos/pestoverde/16863422875)

Der Realitätsverlust


Schlägt man heutzutage eine (Fach-)Zeitschrift auf, handeln viele Artikel von neuen Realitäten, die wir angeblich bald erleben werden. Es fallen Begriffe wie: Mixed reality, virtual reality, augmented reality. Eine verständliche Erklärung, was man unter diesen Bezeichnungen zu verstehen hat, bleiben diese Zeitschriften meistens allerdings schuldig.

Bei Mixed Reality (deutsch: vermischte oder gemischte Realität) handelt es sich lediglich um einen Sammelbegriff. Dieser umfasst sämtliche Abstufungen von der reinen Realität zur reinen Virtualität. Doch was heißt das eigentlich genau? Allein der Begriff „reine Realität“ unterliegt einem ständigen Wandel. Vor 100 Jahren wäre eine Realität, in der Smartphones verwendet werden, wohl nicht rein genannt worden. Für uns ist dies heute aber ganz normal.Die Digitalisierung revolutioniert also nicht nur unsere Lebens- sondern auch unsere Denkweise und Wahrnehmung des „Normalen“. Davon ausgehend ist es schwierig einen genauen Anwendungsbereich für „Mixed Reality“ zu bestimmen.

Unter Augmented Reality (deutsch: erweiterte Realität) versteht sich die Verwendung digitaler Geräte zur Erweiterung unserer Realität. Beispielsweise kann eine Person sich eine Google Glass aufsetzen und auf diese Weise Informationen in ihre reale Umgebung einblenden lassen. Erweiterte Realität gibt es in dem Sinne bereits seit den 1940er Jahren. Zu dieser Zeit entstanden die ersten Head-Up-Displays in Flugzeugen. Diese blenden zum Beispiel die aktuelle Flughöhe und Geschwindigkeit ein, sodass der Pilot die Möglichkeit hat, sich schnell und ohne das Blickfeld groß zu ändern über den aktuellen Flugzustand zu informieren. Seit ein paar Jahren finden solche Displays auch immer mehr Einzug in Autos. Dort werden die Basisinformationen auf die Frontscheibe projiziert und erweitern somit die Realität des Fahrers. Auch bei Webseiten und Apps wird häufig Augmented Reality benutzt. Bei der Einrichtung eines Wohnraumes kann z.B. innerhalb einer App und mithilfe der Handykamera der Raum angezeigt und in Echtzeit ein 3D-Modell des neuen Möbelstücks hinein projiziert werden. Dadurch sieht es - zumindest auf dem kleinen Display - so aus, als wär dieses Möbelstück bereits Teil des Raumes.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Virtual Reality um das andere Extrem der Realitäten. Dabei ist der Benutzer primär Teil einer nicht real existierenden Welt und interagiert mit dieser. Die reine Realität hat dabei keinen direkten Einfluss auf seine Wahrnehmung. Der Begriff Virtual Reality fällt meistens in Bezug auf Computer- und Konsolenspiele. Valve, Sony und Facebook arbeiten aktuell an einer Virtual Reality-Brille, die es Spielern ermöglichen würde, buchstäblich in die Spielwelt einzutauchen. Was in diesen Bereichen allerdings bisher nur Zukunftsmusik ist, ist für bestimmte Berufe schon Teil der Ausbildung. Die US Navy übt zum Beispiel virtuell das Fallschirmspringen. Auch Piloten simulieren mithilfe virtueller Realität bestimmte Flugsituationen. Durch die Verwendung von Virtual Reality-Brillen soll dieses Konzept nun auch Einzug in die eigenen vier Wände halten.

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